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"Als ich zum ersten Mal im Februar 2005 die St. Lamberti-Kirche
betrat, sind die Bilder, die ich einige Wochen später malen sollte,
klar vor meinen Augen erschienen.
Der Ort selbst hat mir diese Bilder gezeigt. Ich hatte eine ganz
bestimmte Vorstellung für einen Bilderzyklus, eine Art Kreislauf
des Lichtes im Einklang mit der Gesamtstruktur des Baus.
So sind für die zwölf Säulen der Kirche zwölf Bilder entstanden,
die jetzt ausgestellt werden. Die Bilder sind in enger Anlehnung an
den chromatischen Farbkreis nach Goethes Farblehre gestaltet.
Die einzelnen Farben sind auf den Bildflächen im Uhrzeigersinn je
um die Hälfte jeder Bildbreite verrückt. Durch diese Komposition
wird eine kreisförmige Bewegung von einem Bild zum anderen
erzielt: eine Art Zirkulation des Lichtes.
Ein weiteres Element der Gestaltung ist ein Lichtkreuz:
Ein Lichtstrahl strömt von oben herab und fällt senkrecht durch die
Mitte eines jeden Bildes. Ein anderer Lichtstrahl verbindet alle
Bilder auch auf einer horizontalen Ebene".
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Der Bilderzyklus besteht aus 12 Bildern, die von ihrem Format und
ihrer Anzahl an die 12 Säulen der rundförmigen Rotunda der
St. Lamberti- Kirche in Oldenburg angepasst sind. Die Farbgebung
nimmt direkten Bezug auf den chromatischen Farbkreis nach
Goethes Farblehre. Die einzelene Bilder schliessen sich auf mehr-
eren Ebenen zusammen und wirken an diesem stillen Ort leise und
im Einklang mit dem Ganzen.
Der in Göttingen lebende Künstler Gregory Seán Sheehan hat nach
seinem ersten Besuch in der St. Lamberti-Kirche spontan 12 Bilder
für diese Kirche geschaffen, die vom 18.06. bis 18.09.2005
ausgestellt werden.
Er selber schreibt über seinen Besuch im Februar 2005 und die inspirierende Wirkung, die das Gebäude mit seiner Kuppel und der damit verbundenen Lichtsymbolik auf ihn hatte:
"Die Kirche hat mich bewegt, fasziniert und war Auslöser für diesen Bilderzyklus. Es war, als ob dieses Gebäude zu mir sprach...
Der Hauch von Ewigkeit, der hier zu spüren ist, war Ausgangspunkt für diese Arbeit.".
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