Von den südlichen Außenbezirken Dublins in denen ich aufwuchs,
sind die Berge von Wicklow nur ein kleines Stück entfernt. Die größte
Zeit meiner Jugend verbrachte ich in diesen Bergen, wanderte
stundenlang und bei jedem Wetter; ich kannte das Gebiet sehr gut.

Im großen Gegensatz zur nahe gelegenen Stadt sind diese Berge
nahezu abgelegene, vom Wind gepeitschte magische Plätze. Die
Wolken kommen von Westen herüber und während sie vorüberziehen
verändert sich das Licht ständig. Das Wechselspiel zwischen dem
sich immer verändernden Licht, dem Wind, dem Regen, dem Sonnen-
schein, begeisterte mich immer, flößte mir Ehrfurcht ein und gab mir
ein intensives Gefühl davon, am Leben zu sein.

Es überraschte mich nicht, das sich Jahre später meine Eindrücke
dieser Landschaft in meiner künstlerischen Arbeit manifestierten.
Vor zwölf Jahren, brachte ich ein paar handvoll irischen Torf in mein
Atelier, ließ ihn trocknen und begann damit zu experimentieren. Sein
Gebrauch als Malmaterial veränderte alles und beeinflusste nicht nur
die Richtung, sondern auch den Inhalt aller meiner zukünftigen Werke.

Den Torf für meine Arbeit zu nutzen, gibt ihm die Möglichkeit, seinen
eigenen Weg in die Bilder zu finden und seine eigene Geschichte zu
erzählen. Dass ich nun seit vielen Jahren in Deutschland lebe, hat
meine Beziehung zur diesen Landschaft noch mehr intensiviert und
mir die Möglichkeit gegeben zu erkennen, das diese Landschaft
essenziell überall ist.


Gregory Seán Sheehan
Januar 2008